Kürzere Tage, wenig Sonnenlicht, graue Wolken über Wien – für viele Menschen bedeutet der Herbst nicht nur eine optische Umstellung, sondern auch eine spürbare Veränderung der Stimmung. Antriebslosigkeit, Müdigkeit und eine gedrückte Grundstimmung treten in den dunklen Monaten deutlich häufiger auf und werden oft als bloßer „Winterblues“ abgetan. Tatsächlich kann sich dahinter jedoch eine ernstzunehmende saisonale Form der Depression verbergen. Psychotherapeut Bernd Thell begleitet Menschen in Wien mit langjähriger Erfahrung dabei, diese jahreszeitlich bedingten Stimmungsveränderungen richtig einzuordnen und wieder mehr Energie und Lebensfreude in den Alltag zu bringen.
Inhaltsverzeichnis
Wenn der Winter auf die Stimmung drückt
Die sogenannte Winterdepression, fachsprachlich als „Seasonal Affective Disorder“ (SAD) bezeichnet, unterscheidet sich von einer klassischen depressiven Erkrankung vor allem durch ihren zeitlichen Verlauf: Die Beschwerden treten regelmäßig in den lichtärmeren Monaten auf und bessern sich meist wieder mit zunehmendem Tageslicht im Frühjahr. Betroffene berichten typischerweise von ausgeprägter Müdigkeit, einem erhöhten Schlafbedürfnis, Heißhunger auf Kohlenhydrate sowie einer allgemein gedrückten, freudlosen Stimmung.
Diese saisonale Ausprägung macht die Winterdepression zu einer besonderen Form innerhalb der depressiven Erkrankungen, auch wenn sich viele der zugrunde liegenden Mechanismen mit denen anderer depressiver Verstimmungen überschneiden. Entscheidend ist, den Zusammenhang mit der Jahreszeit zu erkennen, um die eigene Situation richtig einzuordnen. Wer diesen Zusammenhang übersieht, läuft Gefahr, Jahr für Jahr aufs Neue überrascht zu sein, wie stark der Herbst die eigene Verfassung beeinflusst, ohne die Wiederkehr rechtzeitig zu erkennen.
Ist die Winterdepression eine eigenständige Diagnose?
In der Fachwelt wird die Winterdepression meist als saisonales Muster einer depressiven Störung verstanden, nicht als vollständig eigenständiges Krankheitsbild. Psychotherapeut Bernd Thell betont dabei, dass die Beschwerden unabhängig von der genauen Einordnung ernst genommen werden sollten, wenn sie den Alltag über Wochen spürbar beeinträchtigen.
Warum gerade der Winter die psychische Hilfe in Wien relevant macht
Der Zusammenhang zwischen Lichtmangel und Stimmung ist wissenschaftlich gut dokumentiert. Weniger Tageslicht wirkt sich auf die innere Uhr und den Hormonhaushalt aus, was bei manchen Menschen zu einer deutlich spürbaren Verschlechterung der Stimmung führen kann. Typische Anzeichen einer Winterdepression sind unter anderem:
- Anhaltende Müdigkeit und ein deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis, auch nach ausreichend Nachtschlaf
- Antriebslosigkeit und Interessenverlust an Aktivitäten, die sonst Freude bereiten
- Verstärkter Appetit, insbesondere auf kohlenhydratreiche Speisen
- Ein Gefühl innerer Schwere und Rückzugstendenzen, besonders an dunklen, nasskalten Tagen
Diese Symptome überschneiden sich in vielen Punkten mit denen einer allgemeinen Depression, weshalb eine sorgfältige Einordnung wichtig ist, insbesondere wenn die Beschwerden auch außerhalb der Wintermonate bestehen bleiben. Manche Betroffene berichten zusätzlich von einer spürbaren Problematik, das Selbstbewusstsein zu stärken, weil sie sich für ihre winterliche Antriebslosigkeit selbst verurteilen, statt sie als nachvollziehbare Reaktion auf die Jahreszeit zu verstehen.
Warum reagieren manche Menschen stärker auf Lichtmangel als andere?
Nicht jeder Mensch reagiert gleich empfindlich auf die dunkle Jahreszeit. Individuelle Faktoren wie die persönliche Veranlagung, bereits bestehende Erschöpfungszustände oder frühere depressive Episoden können die Anfälligkeit für eine Winterdepression erhöhen. In der Praxis von Bernd Thell wird deshalb stets die individuelle Vorgeschichte mitberücksichtigt, statt pauschale Erklärungen anzunehmen.
Wenn aus saisonaler Verstimmung mehr wird
Nicht jede herbstliche Antriebslosigkeit muss gleich behandelt werden – viele Menschen erleben in den dunkleren Monaten eine gewisse Trägheit, die sich mit einfachen Anpassungen im Alltag bessern lässt. Problematisch wird es jedoch, wenn sich die Beschwerden über mehrere Wochen verfestigen, sich Jahr für Jahr wiederholen oder zunehmend den Berufsalltag sowie soziale Kontakte beeinträchtigen. In solchen Fällen handelt es sich häufig nicht mehr um eine harmlose saisonale Schwankung, sondern um eine ausgeprägte Depression, die eine fachkundige Behandlung erfordert.
Auch hier gilt: Eine existenzanalytische Herangehensweise fragt nicht nur nach den äußeren Umständen wie Lichtmangel, sondern auch danach, welche inneren Themen sich in den dunkleren Monaten möglicherweise verstärkt zeigen. Manche Menschen erleben gerade im Winter verschärft, wie sehr ihnen im Alltag Sinn, Struktur oder soziale Nähe fehlen – Themen, die eine reine Lichttherapie allein nicht auflösen kann. Auch eine gewisse Einsamkeit tritt in den dunklen Monaten häufiger zutage, weil kürzere Tage und schlechtes Wetter spontane soziale Kontakte zusätzlich erschweren.
Wer über mehrere Winter hinweg ähnliche Beschwerden bemerkt, profitiert von einer fundierten Abklärung:
- Klärung, ob die Symptome tatsächlich saisonal auftreten oder ganzjährig bestehen
- Einordnung, wie stark die Beschwerden den Alltag aktuell beeinträchtigen
- Betrachtung möglicher zusätzlicher Belastungsfaktoren jenseits der Jahreszeit
- Gemeinsame Entwicklung von Strategien für die kommenden dunklen Monate
Existenzanalytische Unterstützung durch die dunkle Jahreszeit
In der Praxis in 1170 Wien wird bei saisonal bedingten Stimmungsveränderungen zunächst genau geklärt, seit wann und in welchem Ausmaß die Beschwerden bestehen. Als Psychotherapeut mit Schwerpunkt Existenzanalyse verbindet Bernd Thell dabei eine fundierte fachliche Einschätzung mit einem sehr persönlichen, individuell abgestimmten Zugang. Neben klassischen Empfehlungen wie viel Tageslicht, Bewegung im Freien und einem stabilen Tagesrhythmus wird dabei auch gefragt, welche tieferliegenden Themen sich in der Antriebslosigkeit möglicherweise zeigen.
Diese Existenzanalyse geht davon aus, dass auch jahreszeitlich bedingte Erschöpfung eine Einladung sein kann, die eigene Lebenssituation genauer zu betrachten. Wird die Winterzeit beispielsweise besonders schwer erlebt, weil sie mit weniger sozialen Kontakten, mehr Zeit allein oder unerledigten Lebensfragen einhergeht, lohnt sich ein Blick über die reine Symptomebene hinaus.
Für Berufstätige in Wien, die durch die dunkle Jahreszeit zusätzlich belastet sind, kann auch eine begleitende Stressbewältigung in Wien sinnvoll sein, insbesondere wenn berufliche Anforderungen mit der saisonal bedingten Erschöpfung zusammentreffen. Die Praxis ist zentral im 17. Bezirk gelegen und auch aus den angrenzenden Bezirken 18 sowie aus Teilen des 16. und 9. Bezirks gut erreichbar, was gerade in den kürzeren, dunkleren Tagen eine unkomplizierte Anreise ermöglicht.
Der Winter muss keine schwere Last sein
Wer Jahr für Jahr bemerkt, dass ihm die dunkle Jahreszeit besonders zusetzt, sollte diese Beobachtung ernst nehmen, statt sie als unveränderliche Gegebenheit hinzunehmen. Eine gezielte Hilfe bei Depression kann dabei helfen, wiederkehrende saisonale Tiefs besser zu verstehen und ihnen mit geeigneten Strategien zu begegnen, bevor sie den gesamten Winter über den Alltag bestimmen.
Ob es sich um eine vorübergehende saisonale Schwankung oder eine ausgeprägtere Form der Winterdepression handelt, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären. Wer die eigenen Beschwerden ernst nimmt und frühzeitig aktiv wird, hat gute Chancen, die dunklen Monate künftig deutlich leichter zu durchleben, ohne jedes Jahr aufs Neue in dieselbe Erschöpfungsspirale zu geraten.




